Die letzte Zeit...

Nun ist es soweit...Das Ende naht nicht, sondern es ist schon da. Meine Zeit in Norwegen ist nun (zumindest vorerst 😉) leider vorbei.
Es war wirklich beängstigend wie schnell die Zeit einfach vergangen ist und das nun schon bald die nächste Generation in Evenskjer sein wird.
Als ich den ersten Abend wieder Zuhause in Deutschland in meinem Zimmer gesessen habe, hat es sich irgendwie so angefühlt, als ob ich gerade erst meine Zusage für das FSJ bekommen habe und noch gar nicht in Norwegen war. Es war wirklich ein ganz komisches Gefühl...

In Norwegen ging nach dem letzten gemeinsamen Seminar wirklich alles Schlag auf Schlag, denn an dem 09.05 begann der Abschied von allen Schülern. Ich habe noch nie so viele Menschen auf einmal weinen gesehen... Nach dem noch unreal fühlenden formellen Teil in der Kapelle, wo alle Schüler ihre Zeugnisse bekommen haben, ging es gemeinsam hoch in die Schule zum Mittagessen mit allen Schülern und deren Familien. Es war eine wirklich schöne Stimmung, doch dann sagten nach und nach immer mehr Schüler auf Wiedersehen (ich nehme es wortwörtlich) und immer mehr Tränen begannen bei vielen zu fließen. Schließlich waren wir alle für 10 Monate fast rund um die Uhr zusammen und haben uns kennen und lieben gelernt.
Besonders schwer gefallen ist es mir, als Hanne, eine Schülerin der Fotoklasse, mit der ich mich super verstanden habe, gehen musste. Ich bin dann sogar noch mit ihr zum Flughafen gefahren und habe eine vorerst letzte Umarmung bekommen. die ich unheimlich vermissen werde!
Es kam allen einfach so unrealistisch vor, dass auf einmal einfach so viele gehen und abends war die Stimmung unter den Verbleibenden etwas ruhig und erdrückend.
In den darauf folgenden Tagen minimierte sich die Anzahl der Schüler immer mehr und schließlich waren nur noch ich, Agnes, die Stippz und ein paar Lehrer da und der spannendste Teil des gesamten Schuljahres begann: AUFRÄUMEN! Wohoooo....

Agnes verließ mich auch schon am 21. Mai, da sie mit ihrer Familie noch gemeinsamen Urlaub machen wollte und somit war ich die einzige in dem Haus, in dem vor einer Woche noch 13 Leute gewohnt haben und durfte der Co-Rektorin und den Köchinnen beim Aufräumen und Putzen helfen. Gibt spannendere Aufgaben, aber muss auch gemahnt werden...

Und schließlich kam ich dann am 31.Mai nach einem letzten kurzen Seminar mit den zwei anderen FHS-Freiwilligen über Oslo und Kopenhagen nach zweistündiger Flugverspätung in Frankfurt an...

...und somit endete mein FSJ mit ASF in der Folkehøgskole Nord-Norge.

Vielen Dank für alle, die mich auf meinem Weg in Norwegen begleitet und unterstützt haben! Ich hoffe, ihr hattet etwas Freude an meinen Berichten und Fotos und habt nun vielleicht auch mal Lust, das schöne Norwegen selbst zu erkunden! Wenn ihr ein paar Tipps möchtet oder ein bisschen Norwegisch lernen wollt: Ich stehe gerne zu Verfügung. :)





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