Mein Arbeitsalltag
Ich habe euch nun schon über so einige besonderen Ereignisse und Orte geschrieben, jedoch habe ich euch eigentlich noch gar nicht wirklich was über meinen Arbeitsalltag erzählt.
Deswegen möchte ich dies nun aufholen und euch endlich über meine Arbeit hier in der Folkehøgskole berichten.
Agnes, meine Mitfreiwillige, und ich haben beide unterschiedliche Wochenarbeitspläne, die sich so ergänzen, dass soweit immer einer von uns in der Schule ist.
Ich habe eine 35 Stunden-Woche, wobei ich immer Freitags und Samstags frei habe.
Mein Arbeitstag beginnt immer um 9:15 und endet vorerst um 14:15 oder 16:30. Allerdings habe ich an 4 Abenden noch von 22:00-23:00 auch Arbeitszeit.
Das hört sich wahrscheinlich erstmal alles sehr kompliziert an. Besonders die 1 Stunde spät am Abend. Am einfachsten und verständlichsten ist es glaube ich, wenn ich euch die typische Schulwoche erkläre, da sich meine Arbeitszeiten danach richten.
Von montags bis donnerstags gibt es jeden Tag "Linjetid" (Kurszeit) in der ich immer in dem Aktivkurs bin und die Schüler begleite. Allerdings ist die "Linjetid" eigentlich jede Woche anders, da es keinen bestimmten Lehrplan gibt. Momentan arbeiten die Schüler zum Beispiel an einem persönlichen Projekt, wobei Agnes und ich beim schrauben, sägen und verzweifelt-Lösung-finden helfen.
Jedoch gibt es aber auch Aktivitäten, die in jeder Woche eingebunden sind:
Jede Woche gibt es einmal die "Levegruppe" (Lebensgruppe), in der man sich mit den Schülern aus der zugeteilten Blocketage trifft und einfach etwas redet, wäscht, Karten spielt oder mal rausgeht.
Dann gibt es die "Vasketid" (Waschzeit), in der die Aktivschüler ihre Zimmer aufräumen sollen. Dabei gehe ich durch die Zimmer und versuche die Schüler dazu zu überzeugen jedes kleine Staubkorn wegzuräumen. Gott sei Dank können die Schüler nicht in mein Zimmer, sonst würden glaube ich alle kein einziges Kleidungsstück wegräumen.
Außerdem gibt es jede Woche einmal die Trainingszeit, in der die Aktivschüler ihren individuell angepassten Trainingsplan abarbeiten sollen. Ich helfe ihnen bei manchen Aufgaben, versuche unmotivierte Schüler dazu zu bringen zu trainieren und denke mir die ganze Zeit, dass ich eigentlich selbst auch einen Trainingsplan bräuchte.
Des weiteren hat die Aktivklasse meistens auch jede Woche einen "Turdag" (Tourtag). Diese Woche sind wir zum Beispiel über einen eingefrorenen See und durch noch unberührten Schnee zu der Hütte von den Eltern von dem Lehrer der Aktivklasse gegangen. Diese Tagestrips mag ich persönlich mit am meisten, da ich dadurch mal etwas aus der Schule komme und was Neues sehe.
Als letztes gibt es jede Woche "Elevens time" (Schüler-Zeit), in der zwei Schüler die Zeit gestalten können, wie sie möchten. Manchmal schauen wir einfach nur einen Film, ein anderes Mal sind wir aber aktiver und spielen Basketball.
Nun aber zu ein paar Details bezüglich meiner Arbeit mit den Aktivschülern. Insgesamt sind 7 Schüler in unserem Kurs. Das mag sich zuerst wenig anhören, allerdings haben sie alle unterschiedliche Bedürfnisse und brauchen teilweise mehr Aufmerksamkeit als andere Schüler.
(Nur als kleine Anmerkung, ich werde wegen der Schweigepflicht keine echten Namen nennen, sondern andere Namen verwenden.)
Zum Beispiel haben wir eine Schülerin mit Down-Syndrom, die oftmals sehr stur sein kann, weshalb man manchmal ummengen an Geduld aufbringen muss.
Die meiste Hilfe braucht allerdings Nils, denn er bekommt täglich 4 Mal von mir oder Agnes über eine Sonde Nährflüssigkeit zugeführt. Nach ihm richtet sich auch der größte Teil unserer Arbeitszeit und Aufmerksamkeit. Dadurch erklären sich auch die unterschiedlichen Arbeitszeiten.
Wenn ich bis 16:30 arbeite, bin ich für die Hilfe beim Mittagessen und die Sonde danach zustädnig. Wenn nicht, arbeite ich nur bis 14:45. Und abends die Stunde von 22:00-23:00 ist der Zeitrahmen für die letzte Sonde, bevor er schlafen geht. Allerdings möchte er auch manchmal die Sonde schon um 21:00, was mir nur recht kommt, da ich dann auch früher in's Bett kann.
Sonst gibt es eigentlich nur noch jede Woche eine halbe Stunde, in der ich Mittwochs den Kiosk von Agnes und mir offen habe. Agnes hat auch jede Woche Freitags eine halbe Stunde offen.
Sonntags gehe ich eigentlich immer nur hoch in die Schule, um Nils zu helfen. Denn sonntags haben die Schüler ihren freien Tag und es gibt keine besonderen Aktivitäten.
Falls euch noch interessiert was freitags und samstags passiert:
Freitags: Valfag
Jede Woche gibt es freitags Valfag (Wahlfach), welches sich die Schüler aussuchen können. Es gibt 4 Quartale, in denen die Wahlfächer immer unterschiedlich sind. Momentan sind wir im 2. Quartal.
Samstags: Seminar
Jeden Samstag gibt es ein Seminar über das wöchentliche Thema (z.B. Sami, Globalisierung etc.), welchem die Schüler beiwohnen müssen.
Deswegen möchte ich dies nun aufholen und euch endlich über meine Arbeit hier in der Folkehøgskole berichten.
Agnes, meine Mitfreiwillige, und ich haben beide unterschiedliche Wochenarbeitspläne, die sich so ergänzen, dass soweit immer einer von uns in der Schule ist.
Ich habe eine 35 Stunden-Woche, wobei ich immer Freitags und Samstags frei habe.
Mein Arbeitstag beginnt immer um 9:15 und endet vorerst um 14:15 oder 16:30. Allerdings habe ich an 4 Abenden noch von 22:00-23:00 auch Arbeitszeit.
Das hört sich wahrscheinlich erstmal alles sehr kompliziert an. Besonders die 1 Stunde spät am Abend. Am einfachsten und verständlichsten ist es glaube ich, wenn ich euch die typische Schulwoche erkläre, da sich meine Arbeitszeiten danach richten.
Von montags bis donnerstags gibt es jeden Tag "Linjetid" (Kurszeit) in der ich immer in dem Aktivkurs bin und die Schüler begleite. Allerdings ist die "Linjetid" eigentlich jede Woche anders, da es keinen bestimmten Lehrplan gibt. Momentan arbeiten die Schüler zum Beispiel an einem persönlichen Projekt, wobei Agnes und ich beim schrauben, sägen und verzweifelt-Lösung-finden helfen.
Jedoch gibt es aber auch Aktivitäten, die in jeder Woche eingebunden sind:
Jede Woche gibt es einmal die "Levegruppe" (Lebensgruppe), in der man sich mit den Schülern aus der zugeteilten Blocketage trifft und einfach etwas redet, wäscht, Karten spielt oder mal rausgeht.
Dann gibt es die "Vasketid" (Waschzeit), in der die Aktivschüler ihre Zimmer aufräumen sollen. Dabei gehe ich durch die Zimmer und versuche die Schüler dazu zu überzeugen jedes kleine Staubkorn wegzuräumen. Gott sei Dank können die Schüler nicht in mein Zimmer, sonst würden glaube ich alle kein einziges Kleidungsstück wegräumen.
Außerdem gibt es jede Woche einmal die Trainingszeit, in der die Aktivschüler ihren individuell angepassten Trainingsplan abarbeiten sollen. Ich helfe ihnen bei manchen Aufgaben, versuche unmotivierte Schüler dazu zu bringen zu trainieren und denke mir die ganze Zeit, dass ich eigentlich selbst auch einen Trainingsplan bräuchte.
Des weiteren hat die Aktivklasse meistens auch jede Woche einen "Turdag" (Tourtag). Diese Woche sind wir zum Beispiel über einen eingefrorenen See und durch noch unberührten Schnee zu der Hütte von den Eltern von dem Lehrer der Aktivklasse gegangen. Diese Tagestrips mag ich persönlich mit am meisten, da ich dadurch mal etwas aus der Schule komme und was Neues sehe.
Nun aber zu ein paar Details bezüglich meiner Arbeit mit den Aktivschülern. Insgesamt sind 7 Schüler in unserem Kurs. Das mag sich zuerst wenig anhören, allerdings haben sie alle unterschiedliche Bedürfnisse und brauchen teilweise mehr Aufmerksamkeit als andere Schüler.
(Nur als kleine Anmerkung, ich werde wegen der Schweigepflicht keine echten Namen nennen, sondern andere Namen verwenden.)
Zum Beispiel haben wir eine Schülerin mit Down-Syndrom, die oftmals sehr stur sein kann, weshalb man manchmal ummengen an Geduld aufbringen muss.
Die meiste Hilfe braucht allerdings Nils, denn er bekommt täglich 4 Mal von mir oder Agnes über eine Sonde Nährflüssigkeit zugeführt. Nach ihm richtet sich auch der größte Teil unserer Arbeitszeit und Aufmerksamkeit. Dadurch erklären sich auch die unterschiedlichen Arbeitszeiten.
Wenn ich bis 16:30 arbeite, bin ich für die Hilfe beim Mittagessen und die Sonde danach zustädnig. Wenn nicht, arbeite ich nur bis 14:45. Und abends die Stunde von 22:00-23:00 ist der Zeitrahmen für die letzte Sonde, bevor er schlafen geht. Allerdings möchte er auch manchmal die Sonde schon um 21:00, was mir nur recht kommt, da ich dann auch früher in's Bett kann.
Sonst gibt es eigentlich nur noch jede Woche eine halbe Stunde, in der ich Mittwochs den Kiosk von Agnes und mir offen habe. Agnes hat auch jede Woche Freitags eine halbe Stunde offen.
Sonntags gehe ich eigentlich immer nur hoch in die Schule, um Nils zu helfen. Denn sonntags haben die Schüler ihren freien Tag und es gibt keine besonderen Aktivitäten.
Falls euch noch interessiert was freitags und samstags passiert:
Freitags: Valfag
Jede Woche gibt es freitags Valfag (Wahlfach), welches sich die Schüler aussuchen können. Es gibt 4 Quartale, in denen die Wahlfächer immer unterschiedlich sind. Momentan sind wir im 2. Quartal.
Samstags: Seminar
Jeden Samstag gibt es ein Seminar über das wöchentliche Thema (z.B. Sami, Globalisierung etc.), welchem die Schüler beiwohnen müssen.



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